Selbst in Europa wütet wieder ein entsetzlicher Krieg. Eskalierende Konflikte, die zum Ausbruch brutalster Gewalttaten führen, wird es vermutlich geben, solange die Menschen kein ganzheitliches Selbstverständnis kultivieren. In der Regel geht man davon aus, dass durch das Vermeiden von religiösem Fanatismus, populistischem Nationalismus oder imperialen Machtspielen der Gewalt ein Ende gesetzt werden kann. Das könnte sich allerdings als Trugschluss erweisen, denn der Ursprung der in fast allen Zivilisationen etablierten Gewalt ist unserer Ansicht nach die subtil waltende 
"Täter-Opfer-Mentalität", der Thomas Hobbes mit seinem sozialpolitischen Werk "Leviathan" (der Mensch ist dem Menschen ein Wolf) ein Denkmal gesetzt hat und sie außerdem für alternativlos erklärt hat.
Ein anderes Miteinander mit einem völlig anderen Selbst- und Weltverständnis ist unserer Meinung nach möglich! Allerdings brauchen wir eine ganz andere "Kosmologie". Alleine dasjenige, was man heute unter "Kosmologie" vertseht, zeigt wie verdreht die Sachlage ist. Heute wird Kosmologie als Astronomie bzw. Weltraumforschung verstanden. Das altgriechische Wort "kosmos" bedeutet aber "Ordnung" und bezieht den Menschen, das Subjekt, mit ein. Eine universelle Ordnung berücksichtigt zuallererst den Bezug des Menschen zur Welt, zum Weltenall, zum Außen. Dieser Bezug wird in der Regel nicht mehr reflektiert und zeigt wie "außengerichtet" unser gewöhnliches Selbst- und Weltverständnis sich heute ausnimmt.

In Jameshvaras Buch (siehe "Philosophie") wird eingehend auf diese Problematik eingegangen und eine andere "ganzheitliche" Kosmologie vorgeschlagen. Aus dieser geht ein Selbst- und Weltverständnis der "Verbundenheit" hervor.  Selbst- und Weltverständnis der Verbundenheit meint, dass das Erste, das ursprüngliche Sein auf "Vertrauen" beruht statt auf Misstrauen oder Angst. Das klingt für heutige Ohren naiv. In gewisser Weise ist es auch naiv, allerdings in einem ganz tiefenphilosophisch aufrichtenden Sinne. Der Knackpunkt ist die Erkenntnis, dass der Kosmos auf einem universellen "Gleichgewicht" beruht. Diese Erkenntnis ist nicht graue Theorie, sondern kann bzw. sollte erfahren werden und zwar in Versenkung bzw. Meditation, denn sonst bleibt sie im Grunde völlig unverständlich. In Gleichgewichten oder in Symmetrien bedeutet: Es gibt eine unmittelbare Beziehung zwischen dem Innen (Subjekt/Psyche) und dem Außen (Objekt/Physis). Das Außen ist der Spiegel unserer Selbst. Die Gedanken unserer existentiellen Interpretation definieren das, was wir für die Realität halten. Eine von uns unabhängige Realität, wie wir es normalerweise annehmen, gibt es nicht!

Wenn diese neue Kosmologie die "Verbundenheit" besiegelt, besiegelt unsere herkömmliche materiell-evolutionistische Kosmologie die "Getrenntheit". Ihr Merkmal ist die Überzeugung, dass die "Realität" da draußen von unserem Bewusstsein unabhängig sei. Die Getrenntheit, die dieser Überzeugung zugrunde liegt, könnte mit gutem Recht die Wurzel aller Gewalt sein und als Folge davon das so etablierte Täter-Opfer-Denken erzeugen, das durchaus auch in Demokratien herrscht und nur deswegen in Schach gehalten werden kann, weil dort ein Rechtssystem es kontrolliert.

In der GFK,

 

die Kurzform der "Gewaltfreien Kommunikation" des amerikanischen Psychologen Marshall B. Rosenberg, geht es darum, Gedanken, die dort hineingemischten Gefühle und die sich hinter den Gefühlen verbergenden Bedürfnisse auseinanderzuhalten. Dies ergibt eine radikale Entschleunigung kommunikativer Interaktion, die zu mehr Klarheit und Bewusstheit führt. Mit dieser Methode wird eine "Haltung" eingeübt, die aus dem üblichen Täter-Opfer-Verhalten hinausweist und die Achtsamkeit fördert. Man lernt, was es heißt "Empathie" zu geben, zunächst gegenüber sich selbst, Denn nur der, der sich selbst annimmt, kann für den anderen da sein.
Statt der üblichen Äußerlichkeit wird ein geschützer Raum der Innerlichkeit kreiert, der es erlaubt die Gefühle, die oft mit Gedanken verwechselt werden, einfach zu fühlen. Es kann wieder etwas in Fluss kommen. Das, was wir fühlen, so Rosenberg, sind unsere Bedürnisse. Sind sie genährt entstehen positive Gefühle, sind sie ungenährt, enstehen negative Gefühle. Alle Menschen teilen die gleichen Grundbedürfnisse. Wenn wir erkennen, was wir brauchen, können wir in Verbindung und Vertrauen miteinander leben. In Zeiten zunehmender Spaltung wird es immer wichtiger die "Wolfssprache" (Sprache der Misstrauens) zu überwinden und durch eine Giraffen- bzw. Bedürfnissprache zu ersetzen. In seinen Seminaren setzte Rosenberg oft Handpuppen von "Giraffe" (achtsames Miteinander) und "Wolf" (auf den eigenen Vorteil bedacht) ein, um kommunikative Interaktionen auf spielerische Weise vorzuführen. Die GFK entspricht der pragmatischen Umsetzung der ganzheitlichen Philosophie von Jameshvara's Buch. Aktasha und Jameshvara haben sich jahrelang zu GFK-Trainern ausbilden lassen und möchten die GFK in ihrem kreativen Schaffen nach und nach einbinden.

Gewaltfreie Kommunikation / GFK